Sables d‘Olonne – Joinville, Île d’Yeu

14. August 2021

Noch eine „untergegangene“ Seite (Nachtrag 29-09-2021):

Um 08:00 legten wir im Hafen ab und nahmen Kurs Richtung Île d’Yeu. Leider meinte es Aelos nicht so gut mit uns und wir mussten die Maschine beanspruchen. Wie froh bin ich, dass ich mich wieder auf sie verlassen kann, was hoffentlich auch so bleibt. Um 13.25 machten wir im Hafen fest und erkundeten bald darauf den Ort und dessen Kirche. Diese Insel ist auch über ihre Vielzahl an alten Autos bekannt. Massenhaft CV 2, Diane, Renault 4 und andere, wahrhaft eine Freude. Alte Jugenderinnerungen wurden wach.

Ein „kleines“ Dessert

Beim Zurückkommen von unserem Restaurantbesuch hat sich der Hafen weiter gefüllt und an der Mea Requies haben noch zwei andere Boote festgemacht (im Päckli, wie man so sagt).

Track Teil 1
Track Teil 2

Brest – Douarnenez

26. Juli 2021

Wie ich heute, am 29. September feststellen musste, ging dieser Tag irgendwie „verloren“. Also, hier ist er. Nach einem gesunden Morgenessen legten wir um 09:11 im Hafen von Brest ab und Elisabeth konnte es kaum erwarten, wieder auf hoher See zu segeln.

Unser nächstes Ziel war Douarnenez, und zwischendurch blies gar der Wind, sodass wir nicht nur auf den Dieselgott angewiesen waren.

Wie schon im letzten Jahr war die Passage zwischen den Felskegeln äusserst imposant. Andere Schiffe trauten sich nicht zwischendurch, sondern umfuhren sie.

Geschafft

Unterwegs sichteten wir das schöne Segelschiff „Belle Poule“ und ich folgte dem Wunsch von Elisabeth, einen Umweg zu fahren, damit sie es fotografieren konnte.

Im Hafen von Douarnenez fuhr sie ein gekonntes Anlegemanöver an den Steg. Nach dem „Ankertrunk“, einem Stadtrundgang, und einer erfrischenden Dusche an Bord spazierten wir dem Uferweg entlang zum Restaurant „TY MAD“, einem der Lieblingsrestaurants von Kommissar Dupin. Er scheint wirklich Geschmack zu haben. Uns hat es sehr geschmeckt 😊.

Die Vorspeise
Der Hauptgang

Nach diesem feinen Essen berieten wir über unser nächstes Ziel, ein weiterer Dupin-Ort, die Île de Sein. Doch die Gezeiten schienen für dieses Ziel nicht gerade ideal, weshalb wir uns entschieden, einen längeren Schlag von 62 Seemeilen nach Concarneau – dem Wohnort von Dupin – anzulaufen. Es dürfte ein langer Weg auf See werden, doch Aeolos dürfte uns freundlich gesinnt sein.

Unser Track, mit „Fotografierumweg“

Hendaye, Frankreich

12. – 16. September 2012

Am 12. und 13. September schlugen wir die Segel und alle Textilteile wie Sprayhood, Bimini, Kuchenbude, Relingschürzen, Rettungsringe, etc. ab, legten sie zusammen und verstauten sie.

(fast) alles weg….

Mit Veronique Courvoisier von «SOS Boat» klärten wir alle bevorstehenden Arbeiten, wie Auswassern, Reinigung, Service- und Unterhaltsarbeiten, etc. ab. Sie hinterliess für uns einen sehr zuverlässigen Eindruck. Am Abend des 12. September unternahmen wir eine Wanderung ins Zentrum von Hendaye, um ein Restaurant fürs Abendessen aufzusuchen. Das Zentrum von Hendaye ist kein Vergleich zu Hondarribia auf der spanischen Seite, weshalb ich auf Fotos verzichte.

Am Abend des 13. September fuhren wir mit der Fähre nach Hondarribia um unser letztes gemeinsames Abschiedsessen zu geniessen. Auch da verzichte ich auf Fotos, damit den Lesern nicht das Wasser im Munde zusammenläuft 😉 Da die Fähre ihren Betrieb ab diesem Tag reduziert hat, mussten wir darauf mit dem Taxi zurückfahren.

Hondarribia an einem Montag fast menschenleer

Tags darauf, am 14. September 2021 trat Adrian seine Heimreise an und ich hatte noch einiges zu erledigen. Unter anderem ging ich der Lüftung/Heizung nach, die während dem ganzen Törn ihren Dienst versagte. Nachdem ich während Stunden das halbe Schiff auseinandernahm, musste ich feststellen, dass es an einem falsch beschrifteten Schalter lag (nicht das erste Mal, Danke der englischen Werft….).

Am 15. September war dann Auswassern angesagt. Wie immer, wenn mein Schiff am Kran hängt, erhöhte sich mein Puls signifikant. Aber Veronique und das Kranpersonal erledigten alle Arbeiten zu meiner vollen Zufriedenheit.

Letzte Fahrt auf dem Wasser
Am Kran
Veronique am Reinigen
Hoch und trocken

Ich genoss dann im Hafenrestaurant ein «Filet de Merlu à l’Espagnole» mit viel Knoblauch 😊, bevor ich meine letzte Nacht an Bord der Mea Requies verbrachte.

Letzter Abendspaziergang mit Blick nach Hondarribia und den Pyrenäen

Ja, und am 16. September trat ich dann meine Rückreise an, nachdem ich auf dem «Trockenen» noch eine erfrischende Dusche an Bord genoss. Wie Adrian tags zuvor, brachte Veronique mich zuverlässig und pünktlich zum Bahnhof von Hendaye. Ziemlich ärgerlich war, dass ich meinen Rucksack mit dem Laptop, den Schiffsunterlagen, und vielem mehr im Zug vergessen habe. Ich hoffe sehr, dass mein  Suchauftrag an die Bahn erfolgreich wird.

Anmerkung 28. 09. 2021: Er war erfolgreich, am 22. 09. 2021 konnte ich ihn am Bahnhof in Liestal abholen, ich war so froh, vor allem wegen dem Gästebuch und den ganzen Schiffsunterlagen.

Fazit:

Auch wenn der Törn, wie letztes Jahr wegen diesem blöden Virus nicht plangemäss verlief – Ende Mai war ein nochmaliger Versuch geplant London anzulaufen – so durfte ich und meine Mitsegler ab Mitte Juli einen ganz schönen Törn mit vielen schönen Orten geniessen, auch wenn die Maschine vier (!) Mechanikerbesuche und meinerseits mehrere Dieselleitungsreinigungen erforderte.

Schlussendlich danke ich ganz herzlich nochmals meinem Schatz Elisabeth sowie Richard, Hanspeter und Adrian, die zu dem guten Gelingen beitrugen, wie auch allen netten Menschen denen wir begegnen durften. Einmal mehr hat sich die Southerly 110 als sehr gutes Schiff mit einem sehr angenehmen Seeverhalten erwiesen. Von manchen französischen Seglern erhielt ich nicht umsonst Komplimente. Auch der variable Seegang (Trockenfallen) hat sich immer wieder bewährt.

Wie geht es weiter? Ende November werde ich mit Adrian mit dem Auto für ein paar Tage nach Hendaye fahren, um die Steuersäule zu ersetzen und ein paar weitere Dinge zu erledigen. Dann wird es etwa Ende Mai 2022 der nordspanischen Küste entlang nach Portugal gehen. Dafür steht gegen Ende Jahr noch ein «bisschen» Planungsaufwand an. Mehr dazu dann wieder auf diesem Blog.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist img_7299.jpg.
Verschmutzter Diesel
„Seelenverkäufer“…..
…. oder Austernzucht?

Pasajes, Spanien – Hendaye Frankreich

11. September 2021

Leider nur ein Wandbild von Pasajes

Ja, alles hat mal ein Ende, so fuhren wir zu unserem Winterlager in Hendaye.

Das Wetter war einmal mehr sehr schön, aber der Wind? Er kam dann doch noch und Adrian konnte endlich die Mea Requies mit seiner Drohne filmen und fotografieren.

Der „Drohnenpilot“

Doch plötzlich entfernte sie sich in die Ferne. Dank des Ortungsystems fanden wir sie auf dem Wasser wieder und es gab ein erfolgreiches „DOB-Manöver“ (Drohne over Board).

„DOB-Manöver“

Gemütlich segelten wir alsdann nach Hendaye, vorbei an Hondarribia, dem hübschen spanischen Grenzort.

Am Hafenplatz festgemacht, zelebrierten wir unseren „letzten Ankertrunk“. Auch mit Adrian durfte ich viele tolle Orte und Abenteuer erleben, und wir waren ein super eingespieltes Team. Am Abend fuhren wir dann mit der Fähre auf die spanische Seite, um in einem (mittelmässigen) Restaurant zu speisen.

Mitten im Freien eine Rolltreppe
Eine? Drei!
Verträumte Gassen
Unsere Fähre nach Frankreich
Und unser letzter Track auf hoher See

San Sebastian – Pasajes, Spanien

10. September 2021

Heute hatten wir eine sehr kurze Fahrt vor uns, gerade mal 5 Seemeilen. Da es eh keinen Wind hatte, brauchten wir auch wenig Diesel. Pasajes liegt wie San Sebastian und unser Endziel, Henday auf dem Jakobsweg, nur dass wir ihn auf dem Wasser „erwanderten“.

Badejungs

Das Dorf Pasajes ist ein ganz hübscher Ort. Wir fuhren mit der Fähre auf die andere Seite, die jedoch weniger attraktiv ist.

„Unsere“ Fähre
Auf der Rückfahrt
Dem möchte ich in dieser engen Einfahrt nicht entgegenkommen……

Im Hafen entsorgten wir alsdann nach mehrstündigen erfolglosen Reparaturversuchen unser Beiboot, das viele gute Dienste leistete, nun aber containerreif war. So soll es nun in Frieden ruhen 😉

„Unser“ Restaurant

Wir genossen eine köstliche Paella im Restaurant CASA CAMARA, ebenso die tolle Ambiance und die schöne Aussicht. 

Was ist denn da drinnen?
Und unser heutiger Track

San Sebastian, Spanien

9. September 2021

Angesichts der Schönheit dieser Stadt konnten wir heute nicht weiter gehen und mussten sie einfach weiter geniessen. Auch war ein Wäschetag angesagt, da die sauberen Unterhosen und weitere Wäsche ausgingen. Wir unternahmen nach typisch spanischen feinen Tapas eine Stadtrundfahrt vorbei an wunderbaren Gebäuden, Parks und Badestränden, bevor wir dann eine feine Bodega nach über 17‘000 Schritte aufsuchten.

Unsere Schiffs-Aussicht im Hafen
Tapas, die Qual der Wahl…..
Unser „Landtrack“
Wer kennt die beiden?

Nach vielen sonnigen, und wenig bedeckten Tagen prasselte diese Nacht erstmals Regen aufs Deck und es gewitterte gar. Tja, leider bewegt sich unser Törn dem Ende zu, noch zwei Häfen, dann ist eine weitere tolle Segelsaison vorbei.

Port d’Anglet – San Sebastian, Spanien

8. September 2021

Unser heutiges Ziel war es Spanien zu „erobern“, doch Aelos wollte uns auch heute keinen Wind bescheren. Also benötigten wir wieder einmal etwas Diesel. Unterwegs unternahm ich einen erfolglosen Versuch zu angeln, währenddem Adrian badenderweise meine Fische verscheuchte. Also ging es weiter nach San Sebastian.

Vorbei an Biarritz
Die Baskenflagge unter der Steuerbordsaling
San Sebastian wir kommen

Nach 25,6 Seemeilen erreichten wir diesen wunderbaren Ort, eine wahre Perle auf meiner Reise. Schon die Einfahrt in den sehr engen und kleinen Hafen war speziell, noch mehr, dass wir überhaupt einen Platz fanden, und erst noch den besten. So ein Glück.

Da ist kreuzen nicht möglich…..
Unser Track

Bald begaben wir uns in die wunderbare Stadt und waren völlig hingerissen von der Altstadt mit seinen wunderschönen Plätzen und Gassen, den vielen fröhlichen Menschen und den vielen Tapas-Bars.

Die Mea Requies sicher vertäut

Nicht umsonst war diese Stadt 2016 die Kulturhauptstadt von Europa.

Da fanden früher Stierkämpfe statt, deshalb die nummerierten Balkone

Wir sind sehr glücklich diesen Abstecher nach Spanien unternommen zu haben. Natürlich durfte zum Abendessen auch das typisch spanische Kulinarische nicht fehlen.

Port d’Anglet mit Busfahrt nach Biarritz

7. September 2021

Heute schalteten wir einen Hafentag ein und fuhren bei bedecktem Himmel mit dem Bus nach Biarritz.

Eine sehr eindrucksvolle Stadt, mit Riesen-Hotels, Prunkbauten, Badenden und Wellensurfer.

Casino
Alter Hafen
Sehr speziell dieser Hafen, für die Mea Requies eher weniger geeignet…..

Ich besuchte das Aquarium, das einen Besuch absolut wert war.

Warten auf den Petit Train mit dem neu erstandenen Sonnenhut
Hotel du Palais

Mit dem Petit Train unternahmen wir alsdann eine Stadtrundfahrt, bevor es mit dem Bus zurück zum Hafen ging.

Capbreton – Port d’Anglet

6. September 2021

Im Hafen, als wir die Leinen loswarfen, zeigte der Windmesser ein knappes Bf. 3 an. So freuten wir uns nach dem gestrigen Tag, wieder die Segel zu setzen.

Adieu schönes Capbreton

Doch Aelos wurde bald müde und bescherte uns nur noch eine schlaffe Brise. So harrten wir aus, war das nächste Ziel doch nur etwas über 10 Seemeilen entfernt. Biarritz und die Pyrenäen kamen dennoch langsam näher.

Biarritz und die Pyrenäen im Hintergrund

Die Hitze stieg und stieg auf über 32°, sodass sich Adrian vor der Hafeneinfahrt entschloss, ein Bad zu nehmen.

Ich zögerte zuerst, aber dann hielt auch mich nichts mehr davon ab ins kühle Nass (22°) zu springen.

Bald darauf erreichten wir den Hafen und besuchten nach einer erfrischenden Dusche die Hafenbeiz. Das Essen (Tintenfische) war eher mittelmässig. Am selben Abend setzte ich noch die Baskenflagge unter der Steuerbordsaling.

Track Teil 1
Track Teil 2