Pasajes, Spanien – Hendaye Frankreich

11. September 2021

Leider nur ein Wandbild von Pasajes

Ja, alles hat mal ein Ende, so fuhren wir zu unserem Winterlager in Hendaye.

Das Wetter war einmal mehr sehr schön, aber der Wind? Er kam dann doch noch und Adrian konnte endlich die Mea Requies mit seiner Drohne filmen und fotografieren.

Der „Drohnenpilot“

Doch plötzlich entfernte sie sich in die Ferne. Dank des Ortungsystems fanden wir sie auf dem Wasser wieder und es gab ein erfolgreiches „DOB-Manöver“ (Drohne over Board).

„DOB-Manöver“

Gemütlich segelten wir alsdann nach Hendaye, vorbei an Hondarribia, dem hübschen spanischen Grenzort.

Am Hafenplatz festgemacht, zelebrierten wir unseren „letzten Ankertrunk“. Auch mit Adrian durfte ich viele tolle Orte und Abenteuer erleben, und wir waren ein super eingespieltes Team. Am Abend fuhren wir dann mit der Fähre auf die spanische Seite, um in einem (mittelmässigen) Restaurant zu speisen.

Mitten im Freien eine Rolltreppe
Eine? Drei!
Verträumte Gassen
Unsere Fähre nach Frankreich
Und unser letzter Track auf hoher See

San Sebastian – Pasajes, Spanien

10. September 2021

Heute hatten wir eine sehr kurze Fahrt vor uns, gerade mal 5 Seemeilen. Da es eh keinen Wind hatte, brauchten wir auch wenig Diesel. Pasajes liegt wie San Sebastian und unser Endziel, Henday auf dem Jakobsweg, nur dass wir ihn auf dem Wasser „erwanderten“.

Badejungs

Das Dorf Pasajes ist ein ganz hübscher Ort. Wir fuhren mit der Fähre auf die andere Seite, die jedoch weniger attraktiv ist.

„Unsere“ Fähre
Auf der Rückfahrt
Dem möchte ich in dieser engen Einfahrt nicht entgegenkommen……

Im Hafen entsorgten wir alsdann nach mehrstündigen erfolglosen Reparaturversuchen unser Beiboot, das viele gute Dienste leistete, nun aber containerreif war. So soll es nun in Frieden ruhen 😉

„Unser“ Restaurant

Wir genossen eine köstliche Paella im Restaurant CASA CAMARA, ebenso die tolle Ambiance und die schöne Aussicht. 

Was ist denn da drinnen?
Und unser heutiger Track

San Sebastian, Spanien

9. September 2021

Angesichts der Schönheit dieser Stadt konnten wir heute nicht weiter gehen und mussten sie einfach weiter geniessen. Auch war ein Wäschetag angesagt, da die sauberen Unterhosen und weitere Wäsche ausgingen. Wir unternahmen nach typisch spanischen feinen Tapas eine Stadtrundfahrt vorbei an wunderbaren Gebäuden, Parks und Badestränden, bevor wir dann eine feine Bodega nach über 17‘000 Schritte aufsuchten.

Unsere Schiffs-Aussicht im Hafen
Tapas, die Qual der Wahl…..
Unser „Landtrack“
Wer kennt die beiden?

Nach vielen sonnigen, und wenig bedeckten Tagen prasselte diese Nacht erstmals Regen aufs Deck und es gewitterte gar. Tja, leider bewegt sich unser Törn dem Ende zu, noch zwei Häfen, dann ist eine weitere tolle Segelsaison vorbei.

Port d’Anglet – San Sebastian, Spanien

8. September 2021

Unser heutiges Ziel war es Spanien zu „erobern“, doch Aelos wollte uns auch heute keinen Wind bescheren. Also benötigten wir wieder einmal etwas Diesel. Unterwegs unternahm ich einen erfolglosen Versuch zu angeln, währenddem Adrian badenderweise meine Fische verscheuchte. Also ging es weiter nach San Sebastian.

Vorbei an Biarritz
Die Baskenflagge unter der Steuerbordsaling
San Sebastian wir kommen

Nach 25,6 Seemeilen erreichten wir diesen wunderbaren Ort, eine wahre Perle auf meiner Reise. Schon die Einfahrt in den sehr engen und kleinen Hafen war speziell, noch mehr, dass wir überhaupt einen Platz fanden, und erst noch den besten. So ein Glück.

Da ist kreuzen nicht möglich…..
Unser Track

Bald begaben wir uns in die wunderbare Stadt und waren völlig hingerissen von der Altstadt mit seinen wunderschönen Plätzen und Gassen, den vielen fröhlichen Menschen und den vielen Tapas-Bars.

Die Mea Requies sicher vertäut

Nicht umsonst war diese Stadt 2016 die Kulturhauptstadt von Europa.

Da fanden früher Stierkämpfe statt, deshalb die nummerierten Balkone

Wir sind sehr glücklich diesen Abstecher nach Spanien unternommen zu haben. Natürlich durfte zum Abendessen auch das typisch spanische Kulinarische nicht fehlen.

Port d’Anglet mit Busfahrt nach Biarritz

7. September 2021

Heute schalteten wir einen Hafentag ein und fuhren bei bedecktem Himmel mit dem Bus nach Biarritz.

Eine sehr eindrucksvolle Stadt, mit Riesen-Hotels, Prunkbauten, Badenden und Wellensurfer.

Casino
Alter Hafen
Sehr speziell dieser Hafen, für die Mea Requies eher weniger geeignet…..

Ich besuchte das Aquarium, das einen Besuch absolut wert war.

Warten auf den Petit Train mit dem neu erstandenen Sonnenhut
Hotel du Palais

Mit dem Petit Train unternahmen wir alsdann eine Stadtrundfahrt, bevor es mit dem Bus zurück zum Hafen ging.

Capbreton – Port d’Anglet

6. September 2021

Im Hafen, als wir die Leinen loswarfen, zeigte der Windmesser ein knappes Bf. 3 an. So freuten wir uns nach dem gestrigen Tag, wieder die Segel zu setzen.

Adieu schönes Capbreton

Doch Aelos wurde bald müde und bescherte uns nur noch eine schlaffe Brise. So harrten wir aus, war das nächste Ziel doch nur etwas über 10 Seemeilen entfernt. Biarritz und die Pyrenäen kamen dennoch langsam näher.

Biarritz und die Pyrenäen im Hintergrund

Die Hitze stieg und stieg auf über 32°, sodass sich Adrian vor der Hafeneinfahrt entschloss, ein Bad zu nehmen.

Ich zögerte zuerst, aber dann hielt auch mich nichts mehr davon ab ins kühle Nass (22°) zu springen.

Bald darauf erreichten wir den Hafen und besuchten nach einer erfrischenden Dusche die Hafenbeiz. Das Essen (Tintenfische) war eher mittelmässig. Am selben Abend setzte ich noch die Baskenflagge unter der Steuerbordsaling.

Track Teil 1
Track Teil 2

Ankerplatz im Eingang zum Bassin d’Arcachon – Capbreton

5. September 2021

Bereits um 07:00 verliessen wir unseren Ankerplatz bei Nacht.

Morgenstimmung

Es wird unsere letzte der längeren Fahrten. Aelos schien zu schlafen, also kam der „Dieselgott“ zum Zug. Unsere Fahrt verlief entlang dem endlosen Sandstrand bei schönstem Wetter, aber eben, keinem Wind. Bald vor dem Hafen kamen die Pyrenäen in Sicht.

In Capbreton um 16:40 nach 56,2 Seemeilen angelangt fanden wir nach dem „Ankertrunk“ ein Restaurant mit einem Seeblick, schönem Sonnenuntergang und, einem superfeinen Essen: Jakobsmuscheln-Carpaccio als Vorspeise und Merlu (Seehecht) mit viel Knoblauch als Hauptgang.

Mit Fischerhaken im Maul…..
und sie baden immer noch……
und unser Track

Arcachon – Ankerplatz im Eingang zum Bassin d‘Arcachon

4. September 2021

Heute sandten wir eine e-mail an die deutsche Lewmar-Vertretung in der Hoffnung am Montag eine hilfreiche Beantwortung zu unserer Steuersäule zu erhalten. Seit gestern werden für jeden Tag wärmere Temperaturen angesagt, am Montag/Dienstag gar 34°, bevor es dann gewitterhaft und regnerisch werden soll. Wir werden sehen. In der Hafeneinfahrt patrouillierte ein Polizeiboot um die ein- und auslaufenden Schiffe auf die Maximalgeschwindigkeit hinzuweisen. Um 15:07 verliessen wir den Hafen, um im Eingang des Bassin d’Arcachon zu ankern, damit wir am Tag darauf die Strecke nach Capbreton etwas verkürzen können. Auf dem Wasser war einiges los.

Arcachon
Gleitschirme noch und noch auf der Dune Pilat

Meine Angelversuche blieben leider erfolglos, ganz im Gegensatz zu Adrians Flugversuche mit seiner Drohne, die er sicherheitshalber auf der Sandinsel abhielt.

Danach kochte Adrian feine Spaghetti und dazu gab es Nüsslisalat. Wir genossen das Essen im Cockpit und die Ruhe am Anker.

Unser heutiger Track

Arcachon

3. September 2021

Wir beschäftigten uns weiter mit der Steuersäule und schlussendlich gelang es uns, sie wieder zusammen zu bauen. Dann hatten wir genug von der Bastlerei und begaben uns auf einen ausgedehnten Landgang entlang dem grossen Sandstrand, einem Fussbad im Meer, vorbei an tollen Skulpturen und dann zurück durch die Stadt mit vielen Einkaufsläden.

Vorgestern genossen wir im hiesigen Segelclub einen Rotwein, der uns vorzüglich mundete. Leider fanden wir in keinem der Weinläden denselben Rotwein, dafür einen Weisswein derselben Kelterei. Natürlich durfte auch heute kein feines Nachtessen fehlen. Ich bestellte zur Vorspeise Pied aux Gochon. Das war das erste und letzte Mal, nur Fett und Knochen, kein bisschen Fleisch. Die Magret de Canard war dann dafür vorzüglich.

„Tunnelblick 1“
„Tunnelblick 2“

Arcachon

2. September 2021

Heute war ein „Basteltag“ angesagt. Wir versuchten dem Spiel der Ruderanlage nachzugehen. Die Werft in England wollte sie komplett ersetzen, Kosten ca. Fr. 9‘000 (!).

Wir waren überzeugt, dass ein Komplettersatz nicht notwendig ist. Doch das Öffnen der Abdeckungen war viel schwieriger, als wir uns das dachten. Dann mussten wir noch die Kuchenbude (Cockpitzelt) montieren, da es zu regnen begann. Nur eine von vier Schrauben liessen sich dank dem Schlagschrauber von Bubu lösen. Den anderen Schrauben bohrten wir die Schraubenköpfe weg und konnten schlussendlich die Abdeckplatte entfernen. Aber auch mit der Wasserpumpenzange und mit WD 40 konnten wir das Gewinde der Schrauben trotzdem nicht lösen. Schlussendlich brach das Gewinde ab. Was nun? Die anderen mussten wir „freibohren“, ohne dass damit ein grosser Verlust an Bohrer zu verzeichnen war.

Das Frustpotential stieg zusehens, aber wir gaben nicht auf. Adrian konnte glücklicherweise neue Bohrer beschaffen, damit wir mit der Bohrerei und Gewindeschneiden fortfahren konnten. Das Spiel der Ruderanlage lag offensichtlich am oberen Kugellager, aber um das freizubekommen, hätten wir zwei Bolzen entfernen müssen, und das war mit Bordmitteln leider nicht möglich.

In der Zwischenzeit lenzte ich das zweite Mal die Bilge, da der flexible Reserve-100-Liter-Wassertank rann. Für heute hatten wir genug und gönnten uns alsdann ein feines Nachtessen.