Peniche – Lissabon

4. August 2022

Wie geplant legten wir um 07:00 Uhr ab. Wie hier offenbar üblich, war es am Morgen diesig bis neblig, und der Wind hielt noch einen Tiefschlaf. Um 13:30 Uhr erwachte er endlich und wir konnten zeitweise bis vor Lissabon segeln.

Elisabeth bei Wellengang am Spanisch büffeln
Unterwegs ein paar Unterhaltsarbeiten
Und Bilge lenzen

Die Einfahrt bot uns eine sehr interessante und sehenswerte Kulisse.

Wir kamen unten durch 🙂
Beim Fender ausbringen

Nach dem Hafenanmeldeprozedere und dem obligaten Ankertrunk fanden wir ein superfeines italienisches Restaurant und liessen uns dort kulinarisch köstlich verwöhnen.

Allerdings waren wir nach tagelangem Aufenthalt auf dem Schiff ohne festen Boden unter den Füssen schon auf dem Hinweg ziemlich wacklig auf den Beinen, was man Landkrankheit nennt. Ein spezielles Gefühl, denn Tisch und Stuhl im Restaurant gaben nicht wie gewohnt nach. Auf dem Heimweg wackelte es noch immer, oder lag das etwa am Wein? Vor der Ankunft im Hafen kamen wir am Krystal Nachtclub mit schön herausgeputzten Menschen vorbei, der tolle laute Musik spielte.

São Martinho do Porto – Peniche

3. August 2022

Da wir wussten, dass es im nächsten Hafen nur wenige Gästeplätze hat, lichteten wir trotz Nieselregen und grauen Wetter-Verhältnissen bereits um 09:10 Uhr den Anker. Nach der engen Ausfahrt setzte ich bereits Segel, doch der Wind schlief schon bald wieder ein.

Vor dem Anker lichten
Adios Martinho do Porto
Segelversuch
Mit Radarunterstützung….
und Ausschau

Dafür wurden wir zwei Mal von Delphinen begleitet. Einfach immer wieder faszinierend 😊

Delphinbeobachtungsposten
Das einzige Segelschiff unterwegs…
Kap vor Peniche
Hafeneinfahrt Peniche

Der Nebel wollte sich den ganzen Tag nicht auflösen. Im Hafen von Peniche fanden wir keinen freien Platz, wurden dann aber von einem Kanadier – der über den Atlantik kam – eingeladen an, seinem Schiff anzulegen (im Päckli liegen, wie Segler es benennen).

Der nachfolgende Landgang in den Ort war dann nach dem gestrigen Ort eher weniger spektakulär. Wir kauften noch etwas für die Bordküche ein und gingen nach dem Hafenanmeldeprozedere bald aufs Schiff zurück.

Wieder mal eine Kirche

Am Abend kochte Elisabeth wie üblich ein ganz feines Nachtessen 😊

Und unser heutiger Track

Morgen wollen wir um 07:00 Uhr ablegen, erwartet uns mit 57 Seemeilen (10 – 11 Stunden) doch eine längere Fahrt nach Lissabon.

Nazaré – São Martinho do Porto

2. August 2022

Zuerst war wieder „Schiffsbasteln“ angesagt, da die Toilette lärmte. Eine von uns verschluckte am Vortag offenbar einen Kirschenstein, der in der Toilettenpumpe stecken geblieben ist. Ich fasste den „Scheissjob“, diese in ihre Einzelteile zu zerlegen und zu reinigen.

Kurz nach dem gelungenen „Erfolgserlebnis“ begaben wir uns auf eine Ortsbesichtigung und fuhren mit der Standseilbahn den Hügel hinauf, um die schöne Aussicht über den Ort und die See zu geniessen.

Unser Chauffeur
Keramik in der Bergstation (nebst anderen)
Und wieder hinunter

Danach war eine Einkaufstour mit dem entsprechenden „Schleppen“ aufs Schiff angesagt, um unsere Vorräte wieder aufzustocken.

Nach dem Einräumen lag eine sehr kurze Strecke von lediglich 7,5 Seemeilen zur Naturbucht von „São Martinho do Porto“ vor uns.

Adios Nazaré
Beim Leinen aufwerfen …
…. und eine nötige „Stärkung“

Die Küste bestand auch hier aus kilometerlangen Sandstränden. Die enge Einfahrt in die Bucht war beeindruckend und faszinierend zugleich.

Bald darauf warfen wir den Anker und ruderten mit dem Beiboot an Land.

Unterwegs im Beiboot
Unser Beiboot

Nach einem Landgang und einer Ortsbesichtigung genossen wir in einem feinen Restaurant zur Vorspeise Venusmuscheln und darauf ein Chateaubriand als Hauptspeise 😊

Und unser Track
Die Wellen waren heute etwas kleiner ;-))

Figueira da Foz – Nazaré

1. August 2022

Erst um 10:50 Uhr starteten wir von Figueira da Foz, nachdem sich der Nebel etwas verzogen hatte. Die 37,4 Seemeilen lange Fahrt bis um 18:30 Uhr war eher langweilig und etwas monoton im vielen Dunst. Den ersten Segelversuch brachen wir mangels Wind bald wieder ab. Später zog wiederum Nebel auf und unser Radar kam zum Zug.

Unterwegs ein typisch portugiesischer Fischer
Nebel….
Am Kap vor Nazaré
Nazaré

Im Hafen von Nazaré wurden wir von einem sehr freundlichen und hilfsbereiten Hafenmeister empfangen. Überhaupt bereitet uns die portugiesische Gastfreundlichkeit immer wieder Freude. Nazaré ist als Surf-Hotspot sehr bekannt, wurde doch hier der Surf-Weltrekord mit bis zu 30 Meter hohen Wellen erreicht. Zu uns waren sie doch sehr anständig 😉

Natürlich war es ein Muss, dem 1. August wegen die Mea Requies über Topp zu beflaggen.

Elisabeth bereitete wunderbare schwarze Linguine (al nero di sepia) mit Knoblauch und Peperoncini zu, und so zelebrierten wir den 1. August im Salon der Mea Requies.

Und unser heutiger Track….
… und mal ein Logbuchausschnitt von heute

Figueira da Foz

31. Juli 2022

Heute war ein Ruhetag (ohne Schiffs-Basteln) angesagt, hoffte ich. Doch Elisabeth hetzte mich tagsüber zuerst lange dem Strand entlang und dann durch diverse Pärke, die Schatten spenden sollten, wofür aber zu wenige Bäume vorhanden und/oder diese bereits von Einheimischen besetzt waren, während insgesamt über 8 km. Da Sonntag war, waren auch viele Einheimische unterwegs.

Nach einer erholsamen Siesta fanden wir ein ganz delikates Restaurant, in dem uns der Chef mit einer speziell feinen Vorspeise als „Gruss aus der Küche“ empfing. Wir hatten keine Ahnung wie diese „Würmer“ hiessen. Wie wir am Tag danach herausfanden, waren es Entenmuscheln (Percebes), eine teure Delikatesse.

Auch die Crevetten an einer Knoblauchsauce waren sehr schmackhaft.

Danach begaben wir uns nochmals in das originelle Fort, in dem wir gestern Nacht schon den Gutenachtschluck genossen.

Morgen geht es südwärts nach Nazaré weiter und wir hoffen alsdann auf den richtigen Wind.

Aveiro – Figueira da Foz

30. Juli 2022

Die Gezeitenströmung „spülte“ uns mit bis zu 10 Knoten Fahrt so richtig schön aus der Lagune von Aveiro heraus.

Das Wasser strudelte an manchen Stellen und wir waren umringt von x Privatfischern auf ihren kleinen Motorbooten, die hier am Samstagmorgen offenbar auf einen schönen Fang für das Wochenende hofften.

Doch dann auf der offenen See meinte es Aeolus für unsere knapp 40 Seemeilen lange Fahrt nach Figueira da Foz nicht gerade gut mit uns. Dafür bescherte er uns eine 2 Meter-Atlantikdünung, die uns nicht gerade bequem durchschüttelte.

Eine willkommene Abwechslung bot zwischendurch eine Delphinschule. Einfach immer wieder faszinierend, diese Szenerie erleben zu dürfen 😊

Kurz vor Figueira da Foz konnten wir den aufkommenden Wind doch noch etwas nutzen, bevor wir alsdann den Yachthafen erreichten.

Nach einem feinen Nachtessen an Bord mischten wir uns im Städtchen noch etwas unter die Einheimischen und genossen in einem originellen Fort, das in eine Bar und ein Restaurant umgewandelt wurde, einen Gutenachtschluck.

Und unser heutiger Track

Aveiro

29. Juli 2022

Heute verbrachten wir einen unvergesslichen „Ruhetag“ in Aveiro. Doch so ruhig war er auch wieder nicht, musste ich doch wieder an die Maschine; der Alternator fiel gestern aus und ich hatte zum Glück einen neuen Ersatz-Alternator an Bord, den ich alsdann einbauen musste.

Der Neue
Ab in die Stadt

Aveiro verfügt über ein bis 45 Kilometer langes und 11 Kilometer breites Lagunensystem. Die Stadt wird mit all seinen Kanälen auch als Venedig, oder als Amsterdam von Portugal beschrieben. Doch zuerst durchschritten wir die Salinen, aus den noch heute Salz gewonnen wird.

Viele gondelähnliche Boote (Barcos Moliceiros) fuhren unzählige „Landratten“ durch die malerischen Kanäle unter gebogenen Brücken hindurch.

Auf einem Rundgang durch die Stadt mit moderner, faszinierender Architektur und schönen Pärken liessen wir uns von diesem absolut sehenswerten Ort verzaubern, den wir stets in bester Erinnerung behalten werden.

Mit einem feinen Fischessen beschlossen wir alsdann unsere unvergesslichen Eindrücke.

So ist es :-))
War das ein toller Tag :-))
und Gute Nacht

Póvoa de Varzim – Aveiro

28. Juli 2022

Schon kurz nach 08:00 Uhr verliessen wir Póvoa de Varzim, da wir mit rund knapp 53 Seemeilen eine längere Etappe vor uns hatten. Anfangs wollte der Wind nicht so recht, und wir motorten an der Einfahrt zu Porto vorbei.

Beim Ablegen
Vor Porto

Kurz darauf setzte ich Segel, aber der Wind verabschiedete sich schon bald, bis ich um 13:30 Uhr einen neuen erfolgreicheren Versuch wagte.

Aber auch diesen Versuch brach ich um 16:00 Uhr wieder ab. Nach einer insgesamt gemütlichen Tagesreise (10.5 Stunden) erreichten wir durch eine sehr interessante Kanaleinfahrt mit mehreren Verzweigungen um 17:38 Uhr den Clubhafen von Aveiro.

Der war stärker
Etwas überholungsbedürftig….

Die starke Strömung und 17 Knoten Wind (4Bf) machten Elisabeth das Anlegen am Steg nicht gerade leicht. Sie hinterliess mir denn auch ein kleines, nicht weiter tragisches, „Andenken“ am Steven (Steuerbord Rumpf).

Nach der Anmeldung und dem Ankertrunk gab es ein delikates Gemüsecurry für zwei an Bord 😊

Und unser heutiger Track:

Spannende Einfahrt nach Aveiro

Póvoa de Varzim – Porto – Póvoa de Varzim

27. Juli 2022

Nach dem Aufwachen hüllte sich der Hafen in Nebel.

„Geisterschiffe“

Nach dem Auflösen des Nebels fuhren wir mit der Metro nach Porto, um die Stadt und deren Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Es gab vieles zu sehen, und noch mehr Menschen in dieser über 200‘000 Einwohner Stadt, die dasselbe vorhatten.

Dank der „Führung“ von Elisabeth zu Fuss durch mehrere „Top10 Attraktionen“ erhielten wir interessante Eindrücke. Und Dank ihrer stets mitgeführten Mini-Notfallapotheke konnte sie meine Wunden nach einem ziemlich üblen Sturz behandeln (am Trottoir-Rand abgeknickt und Gleichgewicht verloren). Allerdings erlitt ich nebst Schürfwunden an den Armen, an der Backbordhüfte eine recht schmerzhafte Prellung, die mir das Gehen, und vor allem das Treppensteigen, für den Rest des Tages recht erschwerte.

Die Besichtigung des Torre dos Clérigos war absolut sehenswert, und nach 196 Treppenstufen genossen wir eine wunderbare Aussicht über Porto.

Glücklich unten angekommen

Auch der Palácio do Bolsa (Börse) wahr sehr imposant:

Auf der Sightseeingtour mit dem Touristenbus erhielten wir später zusätzlich interessante Informationen über die schöne Stadt und ihre Kultur.

Hier ein paar Impressionen:

Faszinierende Skulptur „She Changes“ aus Fischernetzen von Janet Echelmann
Und so ging ein schöner Tag zu Ende

Póvoa de Varzim

26. Juli 2022

Freude herrscht. Mein Schatz ist angekommen und ich freue mich mit ihr auf unsere gemeinsamen Abenteuer und Entdeckungen entlang der portugiesischen Küste bis nach Lissabon. 

Unterwegs:

Zu unserem Wiedersehen genossen wir ein sehr feines Fisch-Nachtessen, bevor wir uns dann in unsere Koje begaben.

Auf dem Nachhauseweg ein sehr kitschiger Leuchtturm, oder ist es eine Kirche? Vielleicht beides….