Ankerplatz im Eingang zum Bassin d’Arcachon – Capbreton

5. September 2021

Bereits um 07:00 verliessen wir unseren Ankerplatz bei Nacht.

Morgenstimmung

Es wird unsere letzte der längeren Fahrten. Aelos schien zu schlafen, also kam der „Dieselgott“ zum Zug. Unsere Fahrt verlief entlang dem endlosen Sandstrand bei schönstem Wetter, aber eben, keinem Wind. Bald vor dem Hafen kamen die Pyrenäen in Sicht.

In Capbreton um 16:40 nach 56,2 Seemeilen angelangt fanden wir nach dem „Ankertrunk“ ein Restaurant mit einem Seeblick, schönem Sonnenuntergang und, einem superfeinen Essen: Jakobsmuscheln-Carpaccio als Vorspeise und Merlu (Seehecht) mit viel Knoblauch als Hauptgang.

Mit Fischerhaken im Maul…..
und sie baden immer noch……
und unser Track

Arcachon – Ankerplatz im Eingang zum Bassin d‘Arcachon

4. September 2021

Heute sandten wir eine e-mail an die deutsche Lewmar-Vertretung in der Hoffnung am Montag eine hilfreiche Beantwortung zu unserer Steuersäule zu erhalten. Seit gestern werden für jeden Tag wärmere Temperaturen angesagt, am Montag/Dienstag gar 34°, bevor es dann gewitterhaft und regnerisch werden soll. Wir werden sehen. In der Hafeneinfahrt patrouillierte ein Polizeiboot um die ein- und auslaufenden Schiffe auf die Maximalgeschwindigkeit hinzuweisen. Um 15:07 verliessen wir den Hafen, um im Eingang des Bassin d’Arcachon zu ankern, damit wir am Tag darauf die Strecke nach Capbreton etwas verkürzen können. Auf dem Wasser war einiges los.

Arcachon
Gleitschirme noch und noch auf der Dune Pilat

Meine Angelversuche blieben leider erfolglos, ganz im Gegensatz zu Adrians Flugversuche mit seiner Drohne, die er sicherheitshalber auf der Sandinsel abhielt.

Danach kochte Adrian feine Spaghetti und dazu gab es Nüsslisalat. Wir genossen das Essen im Cockpit und die Ruhe am Anker.

Unser heutiger Track

Arcachon

3. September 2021

Wir beschäftigten uns weiter mit der Steuersäule und schlussendlich gelang es uns, sie wieder zusammen zu bauen. Dann hatten wir genug von der Bastlerei und begaben uns auf einen ausgedehnten Landgang entlang dem grossen Sandstrand, einem Fussbad im Meer, vorbei an tollen Skulpturen und dann zurück durch die Stadt mit vielen Einkaufsläden.

Vorgestern genossen wir im hiesigen Segelclub einen Rotwein, der uns vorzüglich mundete. Leider fanden wir in keinem der Weinläden denselben Rotwein, dafür einen Weisswein derselben Kelterei. Natürlich durfte auch heute kein feines Nachtessen fehlen. Ich bestellte zur Vorspeise Pied aux Gochon. Das war das erste und letzte Mal, nur Fett und Knochen, kein bisschen Fleisch. Die Magret de Canard war dann dafür vorzüglich.

„Tunnelblick 1“
„Tunnelblick 2“

Arcachon

2. September 2021

Heute war ein „Basteltag“ angesagt. Wir versuchten dem Spiel der Ruderanlage nachzugehen. Die Werft in England wollte sie komplett ersetzen, Kosten ca. Fr. 9‘000 (!).

Wir waren überzeugt, dass ein Komplettersatz nicht notwendig ist. Doch das Öffnen der Abdeckungen war viel schwieriger, als wir uns das dachten. Dann mussten wir noch die Kuchenbude (Cockpitzelt) montieren, da es zu regnen begann. Nur eine von vier Schrauben liessen sich dank dem Schlagschrauber von Bubu lösen. Den anderen Schrauben bohrten wir die Schraubenköpfe weg und konnten schlussendlich die Abdeckplatte entfernen. Aber auch mit der Wasserpumpenzange und mit WD 40 konnten wir das Gewinde der Schrauben trotzdem nicht lösen. Schlussendlich brach das Gewinde ab. Was nun? Die anderen mussten wir „freibohren“, ohne dass damit ein grosser Verlust an Bohrer zu verzeichnen war.

Das Frustpotential stieg zusehens, aber wir gaben nicht auf. Adrian konnte glücklicherweise neue Bohrer beschaffen, damit wir mit der Bohrerei und Gewindeschneiden fortfahren konnten. Das Spiel der Ruderanlage lag offensichtlich am oberen Kugellager, aber um das freizubekommen, hätten wir zwei Bolzen entfernen müssen, und das war mit Bordmitteln leider nicht möglich.

In der Zwischenzeit lenzte ich das zweite Mal die Bilge, da der flexible Reserve-100-Liter-Wassertank rann. Für heute hatten wir genug und gönnten uns alsdann ein feines Nachtessen.

Port Médoc – Arcachon

1. September 2021

1. Satz: Siehe letzte Tage….. Ausser dass es bei schönstem T-Shirt-Segelwetter ein langer Tag wurde, und wir den Sonnenaufgang erst auf hoher See geniessen konnten, da wir bereits um 06:00 bei Dunkelheit den Hafen von Médoc verliessen.

Einfach schön dem Sonnenaufgang davon zu segeln

Unterwegs hatten wir Besuch eines Waldwasserläufers, oder eines Turnstone (engl.)?; einer Schnepfenart. Anmerkung 28. 09. 2021: Ja, Turnstone ist gar nicht schlecht. Auf Deutsch heisst dieser Vogel Steinwälzer, wie mir ein Freund mitteilte.

Frecher Kerl

Christian: Du bist wieder gefragt 😉 Finki (am 25. August 2021) war laut Christians Ornithologen-Freundes ein Teichrohrsänger, der vom Norden Europas in die Sahara flog und auf unserem Schiff ausruhte und Schwebefliegen verspeiste. Doch um 12:30 waren wir gezwungen Dieselwind zu den Segeln beizuziehen, da der Wind nur noch mit knappen 3 Beaufort hauchte. Für einen Raumschotkurs (Wind schräge von hinten) einfach zu wenig. Die Einfahrt in das Bassin d’Arcachon war dafür umso spannender. Vorbei an der grössten Sanddüne „Dune du Pilat“ von Europa waren wir überrascht, wie sich der Fahrwasserweg gegenüber den diesjährigen Seekarten verändert hat.

Dune du Pialt

Die Fahrwassertonnen waren völlig woanders, und wir hielten uns bevorzugt an diese Orientierung.

Arcachon

Im Hafen angelangt fanden wir dann um 20:30 nach diesem langen Tag und knapp 76 Seemeilen doch noch in diesem riesigen Hafen ein feines Restaurant im hiesigen Segelclub.

Track Teil 1
Track Teil 2

St. Denis auf Île d’Oléron – Port Médoc

31. August 2021

Satz von gestern: Langweilig, schon wieder blauer Himmel und Sonne beim Aufstehen und wieder ablandiger Wind aus dem Ostquadranten. Mit 40,4 Seemeilen hatten wir eine längere Überfahrt. Es lief einfach wieder fantastisch. Ansonsten gibt es nichts besonders zu berichten.

Sand, Sand, Sand…….
Sandinsel, leider ohne Palmen…
Am Schuften
Garde-côtes Grave

Abends sattelten wir die Velos und fuhren zum Nachtessen, das eher unterdurchschnittlich war, aber wir können ja nicht jeden Abend wie Gott (in Frankreich) speisen. Danach war frühe Bettzeit angesagt, da wir um 06:00 den Hafen von Médoc verlassen werden, um noch bei Helligkeit nach Arcachon zu gelangen.

und unser Track

Vieux Port, La Rochelle – St. Denis auf Île d’Oléron

30. August 2021

Langweilig, schon wieder blauer Himmel und Sonne beim Aufstehen und wieder ablandiger Wind aus dem Ostquadranten. Mit 12,1 Meilen hatten wir eine kurze Überfahrt vor uns. Die Ausfahrt aus dem Vieux Port war einfach schön.

Adieu La Rochelle und Drehbrücke

Bereits um 11:20 erreichten wir den Hafen von St.-Denis-d‘Oléran und gönnten uns zuerst ein Frühstück. Dann erkundigten wir uns nach einer Busverbindung für nach le Château d’Oléron, das wir nicht anlaufen wollten, da wir am nächsten Tag wegen der zu geringen Brückenhöhe fast die ganze Insel hätten umrunden müssen.

Hinten die etwas zu wenig hohe Brücke

Aber wir fanden keine Busverbindung, also bestellten wir ein Taxi. Wir erwischten einen etwas nervösen Fahrer, der ständig das Gaspedal und das Steuerrad übermässig „betätigte“. In Château d’Oléron angelangt, erkundeten wir zuerst den Hafen, der mit seinen vielen Holzhäuschen, die teilweise auf Stelzen standen, ein ganz besonderes Ambiente ausstrahlte.

Danach unternahmen wir einen Rundgang über die altertümliche Zitadelle, bevor wir uns dann im Städtchen einen Apéro gönnten. Erst nach einer halben Stunde erfuhren wir, dass der Bus, mit dem wir zurückfahren wollten, wegen einem Unfall auf der Inselbrücke blockiert war. Also bestellten wir wieder ein Taxi, um nach St.-Denis zurückzufahren. Als Vorgeschmack auf das nähernde Spanien bestellten wir im Hafen alsdann zum Nachtessen eine Paella.

Unser Track

Vieux Port, La Rochelle

29. August 2021

Schon wieder ein blauer Himmel beim Aufstehen. Wir besuchten darauf das Aquarium in La Rochelle, das einen Besuch absolut wert war.

Nach dem spannenden Museumsbesuch meldete sich schon  der Hunger und wir begaben uns in ein ganz feines Restaurant namens „LES FLOT“.

Elisabeth, Andreas und Remy mussten danach ihren Rückflug nach Basel antreten. Um 19:00 mussten wir unseren Liegeplatz wechseln, der uns eine wunderbare Kulisse bot.

Port Minimes nach Vieux Port, La Rochelle

28. August 2021

Irgendwie wird es langweilig, bei jedem Aufstehen; strahlt ein blauer Himmel. Spass beiseite, so darf jeder Tag beginnen, und enden, vor allem wenn man dann noch in den Genuss eines guten Segelwindes kommt.  Bereits um 08:00 verliessen wir den Yachthafen Port Minimes um zum 1,1 Seemeilen entfernten Vieux Port zu fahren.

Die Fahrt zwischen den beiden Türmen war imposant. Der Vieux Port verfügt über ein Gezeitentor, das um 09:00 wieder schloss. Die Fahrt zwischen den beiden Türmen war doch sehr speziell, wurde dort doch in der Vergangenheit eine Kette zwischen den Türmen hochgezogen, um die Einfahrt feindlicher Schiffe zu verhindern.

Davor
Dahinter
Die Brücke hat geöffnet

Im Hafen angelangt begaben wir uns zuerst zu einem Café, um zu frühstücken.

Elisabeth kommt :-))

Um 12:30 genehmigten wir mit Elisabeth, Andreas und Remy einen Willkommenstrunk auf der Mea Requies, die mit dem Flugzeug von Basel nach La Rochelle flogen. Bald darauf ging es zum Mittagessen in einem Restaurant mit feiner Seafood. Nach dem Essen verbrachten wir im Restaurant, auf einem sehr idyllischen Platz im Zentrum, unter einer schattenspendenden Platane, den Nachmittag mit dem für Andreas und Remy „obligaten Jassen“.

Und auf dem Schiff wird weiter gejasst….

Doch Adrian und ich waren einfach besser. Elisabeth genoss in dieser Zeit die Altstadt. Den Abend liessen wir dann bei einem Nachtessen und in einer Bar ausklingen.

St. Martin, Île de Ré – Port Minimes, la Rochelle

27. August 2021

Diese Nacht konnten wir wieder etwas länger schlafen, bevor wir um 09:05 den schönen Ort St. Martin verliessen. Adrian dampfte in die Vorspring ein und legte ein Super-Ablegemanöver bei auflandigem Wind hin. Die Mäuler der Nachbarschiffe standen weit offen, nachdem unser Schiffs-Nachbar zuvor einige Schiffe „unsanft“ berührte, und für „Hafenkino“ sorgte.

Adieu St.Martin

Sehr bald konnten wir Segel setzen und rauschten in voller Fahrt der Brücke entgegen, die das Festland mit der Île de Ré verbindet.

Reicht es da unten durch?
Es hat gereicht 🙂

Bereits um 11:20 erreichten wir den grossen Yachthafen Minimes von la Rochelle. Einiges war alsdann zu tun; Wäsche waschen, Schiff putzen und diverse Unterhaltsarbeiten, bevor wir uns dann zu einem wohl verdienten feinen Nachtessen begaben.

Vier Säcke Wäsche, die Maschinen hatten zu tun….
Unser Track