San José – Puerto Deportivo Juan Montiel

17. September 2022

Thema Wind: Siehe letzte Beiträge… Also verbrannten wir wiederum über 9 Stunden Diesel (ca. 16 Liter) für die fast 46 Meilen. Bei diesen Verhältnissen war das eher eine langweilige Fahrt. Warum so lange unterwegs? Für morgen sind stürmische Winde und vormittags Regen prognostiziert, sodass wir dann einen Hafentag einschalten werden. Die Wahl des Hafens war nicht einfach, hat es doch auf dieser Strecke wenige geschützte, oder wir erhielten auf eine Anfrage eine Absage. Im Hafen wurden wir auch hier sehr freundlich empfangen, aber offenbar ist es in dieser Region normal, dass die Hafenangestellten kein Wort Fremdsprache beherrschen. Mit Händen und Füssen und Handy war dennoch eine Verständigung möglich. Aber das Anmeldeprozedere war auch hier nicht einfacher.

Sehr bald nach dem Ankertrunk begaben wir uns beim Einnachten in die nächste Beiz; eine Pizzeria. Und was bestellten wir dort? Alle drei ein paniertes Schnitzel…. War doch ganz gut 😊

Und unser langer Track…

Roquetas de Mar – San José

16. September 2022

Thema Wind: Siehe letzte Beiträge… Also verbrannten wir wiederum über fast 5 Stunden Diesel.

Vorbei an imposanten und interessanten Steinformation erreichten wir bald San José.

Ein Gletscher ?
Schildkröten?
San José

Unsere Online-Buchung über Navily wurde nicht bestätigt, dafür wurden wir in diesem wunderschönen Orten von zwei sehr freundlichen Marinieros empfangen, die uns beim Anlegen halfen.

Nach dem Einkauf erfrischten wir uns zuerst unter der Dusche, bevor es dann zu einer feinen Paella ins Hafenrestaurant ging. René lud Helmi und mich grosszügig zu seinem bevorstehenden Erreichen des AHV-Alters ein. Herzlichen Dank René 😊

Das Hafenrestaurant sieht einem Schiff ähnlich
Aussicht aus dem Restaurant auf die Mea Requies

Danach mussten wir bis 24:00 Uhr wachbleiben, damit René mit uns zu seinem 65. Geburtstag anstossen konnte.

Und unser Track…

Adra – Roquetas de Mar

15. September 2022

Tema Wind: Siehe letzte Beiträge… Also verbrannten wir über fast 5 Stunden einmal mehr Diesel.

Angekommen in Roquetas besuchten wir nach dem „Ankertrunk“ bald den Ort mit seinen Sehenswürdigkeiten.

Im Gegensatz zu gestern war die Auswahl an Restaurants geradezu eine Wohltat, und wir genossen eine wirklich feine Fischplatte mit Meeresfrüchten.

Und unser heutiger Track

Motril – Adra

14. September 2022

Um 09:05 Uhr verliessen wir bei bedecktem Himmel den Hafen von Motril. Wie gewohnt spielte der Wind wieder mit uns. Später frischte er auf und wir konnten mit der Genua (grosses Vorsegel) doch noch die Hälfte des Weges segeln und die Wolken machten der Sonne Platz. Die Küste ist mit all den Gewächshäuser nicht gerade eine Augenweide.

Im Hafen von Adra fanden wir einen Superplatz, und auch die Dusche war sehr sauber und komfortabel.

Ob diese Katze wohl einen Kater hat?

Nach der erfrischenden Dusche suchten wir bald ein Restaurant auf. Adra hat gegen 25‘000 Einwohner, aber unglaublich; wir fanden kein einziges Restaurant und von den paar ganz wenigen, die dieser Ort aufweist, war kein einziges geöffnet!

Wenigstens fanden wir noch eine Metzgerei, deren Inhaber gerade schliessen wollte. Helmi schmiss dann die erstandenen Filets in die Pfanne und verwöhnte uns mit schwarzen Spaghettis mit viel Knoblauch, Ingwer und Paprikaschoten.

Mein Werk…
Und der heutige Block

Málaga – Motril

13. September 2022

Bereits um 08:20 Uhr legten wir ab, hatten wir doch eine Fahrt von 45 Seemeilen vor uns. Die Sonne wollte sich den ganzen Tag nicht zeigen, und der Wind machte wieder sein übliches Spiel mit uns. Zu schwach und falsche Richtung. Dennoch versuchten wir zuweilen zu segeln. Aber mit dem Wind, wenn es dann hatte, genau von hinten ist das so eine Sache. Für mich eigentlich der unangenehmste Kurs.

René hochkonzentriert am Ruder
Helmi hochkonzentriert am Relaxen
Vorbei an Torre del Mar

Zwischendurch flogen fliegende Fische über das Wasser. Völlig faszinierende Wesen, die sich auf diese Art ihre Fressfeinde vom Leib halten.

Foto aus dem Internet

Um 17:30 erreichten wir den Hafen von Motril und bunkerten zuerst 65,4 Liter Diesel. Die Marinieros waren sehr freundlich und hilfsbereit. Ich sagte ihnen, dass wir eine Reservation über das Navily-App haben, und sie wiesen uns dann einen guten Hafenplatz zu. Erst im Hafenbüro beim Anmelden realisierte ich, dass wir beim „falschen“ Hafenbetreiber sind. Offenbar haben sie uns dem Nachbarkonkurrenten „weggeschnappt“. Im Hafenrestaurant „Captain Morgan“ war alsdann Partytime mit Bier zum halben Preis und gratis Tapas, was wir natürlich nicht abschlagen konnten.

Der hat zu lange gerudert….
…. und der zu lange trompetet
Mein neues Bordklo, gibt im Schiffsinnern Raum und Platz (Bild aus dem Internet)

Málaga

12. September 2022

Heute erledigten wir zuerst die Einkäufe um an Bord über genügend Trink- und Esswaren zu verfügen. Nachdem René und Helmi am Bahnhof die Rückreise buchten besichtigte ich mit Helmi die Kathedrale „Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación“.

Die Kathedrale ist ein Juwel der spanischen Renaissance. Mit dem Bau des Gotteshauses wurde um das 16. Jahrhundert begonnen und obwohl bis 1782 daran gearbeitet wurde, konnte die Kathedrale nie komplett fertiggestellt werden. Allein die Maße sind beeindruckend: 117 m Länge, 72 m Breite und 87 m Höhe. Bis 2012 war sie das zweithöchste Gebäude in Andalusien, nur übertroffen von der Giralda in Sevilla. Die Bauzeit dauerte bis ins Jahr 1782 und wurde dann endgültig aus Geldmangel eingestellt. Der ursprünglich geplante Südturm kam nie zustande, weshalb die Kathedrale auch den weit verbreiteten Spitznamen »La Manquita« (die Einarmige) trägt.

Viel Gold….
….. und Silber
Der Chor mit horizontalen Orgelpfeifen

Die Besichtigung und die Aussicht vom Dach war sehr beeindruckend und ich bin froh haben wir die Kathedrale besucht.

Dachrundgang
Die „Einarmige“, links sieht man nur einen Stummel…
Im Hintergrund die Festung
Der Hafen

Bald darauf verspiesen wir in der Altstadt eine Paella.

Mit vollem Magen zurück zur Mea Requies

Málaga

11. September 2022

Nach dem gemütlichen Packen und Putzen brachte ich Elisabeth mit der Mietkarosse an den Flughafen von Málaga und verabschiedete sie mit Wehmut.

Unterwegs, leider war die Kathedrale noch geschlossen
Ob sie mich winkend gesehen hat?

Schon bald darauf irrte ich zuerst zum falschen Bahnhof um meine beiden neuen Mitsegler Helmi und René abzuholen. Schlussendlich fand ich dann den richtigen und konnte die beiden schon bald an Bord willkommen heissen.

„Wiederholungstäter“ René und Helmi, die im 2019 in Schottland schon dabei waren

Nach der Rückgabe des Mietwagens schlenderten wir durch die Stadt um bald darauf ein Restaurant aufzusuchen. Wir wurden nicht enttäuscht 😉

49 Meter-Yacht XARIFA

Málaga – Alhambra (bei Granada) – Málaga

10. September 2022

Heute hatten wir einen speziellen Plan. Mit dem Mietauto fuhren wir zum etwa 135 km entfernten Alhambra, wofür Elisabeth schon ein paar Tage zuvor den Eintritt organisiert hat. Die Fahrt auf der gut ausgebauten Autobahn führte durch gebirgiges Land mit massenhaft Olivenbaum-Plantagen.

In der Gesamtanlage Alhambra (ca. 30ha) verbrachten wir insgesamt rund fünf Stunden.

Im Hintergrund die Sierra Nevada (aus einem Kalender)

Innerhalb der Festungsmauern gingen wir durch verschiedene Gärten mit Wasseranlagen, Springbrunnen, schönen Palästen inkl. dem Sultanspalast, die alte Festungsanlage, etc. Wir waren von all der Pracht und dem Ausmass der Anlage völlig überwältigt. Hier ein paar Bilder:

Überall Wasserläufe
Wasserleitung

Man muss sich fragen, wie das notwendige Wasser für solch eine grosse Stadt zu diesem Berg gelangte. Ein Ausschnitt zur Wasserversorgung von Alhambra (Google) sagt folgendes:

„Die Quelle Fuentegrande haben schon die Römer benutzt. Es waren aber die Mauren, die eine Acequia, ein Aquädukt, bis nach Granada bauten und dort Wasserspeicher errichteten.“ Rafael Villanueva steht vor der „großen Quelle“, der „Fuentegrande“. Er ist Lokalhistoriker. Von hier sprudelte einst das Trinkwasser für das bis 1492 von den Mauren beherrschte Granada, erklärt er. Die Ingenieurskunst der Mauren versorgte nicht nur die ornamentalen Springbrunnen im berühmten Alhambra-Palast, sondern auch das einfache Volk mit lebenswichtigem Wasser. „Die Bauten begannen unter dem Herrschergeschlecht der Ziriden, die Almoraviden schlossen sie ab. Das war Ende des elften, Anfang des zwölften Jahrhunderts.“

Für den Rückweg nach Málaga wählten wir eine andere Route, die an Stauseen (Reservoire), vielen Treibhäuser und leider auch an Waldbränden vorbeiführte.

Zurück im Hafen begaben wir uns bald zu unserem letzten gemeinsamen Nachtessen in der Stadt, bevor Elisabeth wieder abreist. Wir wählten rein spanisch mit Gazpacho und Paella.

Zusammen durften wir einmal mehr einen ganz tollen Törn mit vielen schönen und unvergesslichen Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen geniessen.

Málaga

9. September 2022

Heute war ein Hafentag mit Kultur, Geschichte, etc. angesagt. Die folgenden Bilder sprechen ihre eigene Sprache. Doch zuerst unternahmen wir einen Fussmarsch zur Autovermietungsagentur. Das ganze Prozedere verlief einigermassen problemlos.

Hängende Gärten

Nachfolgend unsere Stationen:

Jardin Botaniko Historico la Conception Malaga
Auch Sissi war hier
Bananen
Unsere „Kutsche“
Markthalle
Auch die Römer waren schon hier, wo nicht überall?
Dann zur Festung

Die Alcazaba von Málaga war die Residenz arabischer Herrscher und ist eins der Wahrzeichen der Stadt. Das Meisterwerk maurischer Baukunst, in dem sich Schönheit und Geschichte auf wunderbare Weise vereinen, schmiegt sich perfekt auf einen Höhenzug oberhalb Málagas. Ein Gang verbindet die Alcazaba mit dem oberhalb gelegenen Castillo de Gibralfaro.

Kaum die Patrouille Swiss
Fundstücke…
Weitere Wasserläufe..
Weitere Kulturstation…
Brachte der etwa den Kühlkompressor von der Schweiz nach Spanien?
Nach dem mittelmässigen Nachtessen…

Fazit:

Málaga ist eine überaus sehenswerte Stadt mit vielen Museen, etc.

Marbella – Málaga

8. September 2022

Nach dem Frühstück legten wir im Hafen von Marbella ab und hofften, einen Bootsplatz im Yachtclub von Málaga zu erhalten. Im neueren, stadtnahen Hafen, wurde meine Anfrage  folgendermassen beantwortet: “Sorry to say that our marina can only house yachts over LOA 20M as per legal restrictions. Due to that, I´m afraid we cannot take your booking. I hope you manage to find a proper alternative“.

Ich glaube ich muss mir für das Mittelmeer eine grössere Kiste kaufen…

Als wir den Hafen des Yachtclubs von Málaga nach rund fünfeinhalb Stunden „Motorenwind“ erreichten (zwischendurch zeigte sich der Windgott für eine knappe Stunde doch noch gnädig), kam uns ein Marinero mit einem Beiboot entgegen um uns mitzuteile, dass der Hafen „ocupado“ sei (besetzt). Zum Glück konnte Elisabeth ihm auf Spanisch erklären, dass sie vor zwei Stunden mit dem Club telefoniert hat und ihr gesagt wurde, dass wir kommen können und uns beim Hafeneingang über Funk auf Kanal 9 melden sollen.

Unterwegs
Doch noch Wind zum Segeln…
Málaga

So erhielten wir einen Superplatz, allerdings bis jetzt mit Abstand der teuerste, ab was solls?

Katzenhaie?
Auf Restaurantsuche, vorbei am Leuchtturm

Bald darauf genossen wir auf dem Festland mit Hafensicht ein ganz gutes Nachtessen.

Und unser heutiger Track